Wiener Integrationsindex 2026 kommt!

„Fakt ist: Organisationen müssen Abbild der Gesellschaft werden – alles andere ist strukturelle Ausgrenzung, im Kern Rassismus.“ Neue Österreichische Organisationen bewerten Wiener Organisationen nach fünf Jahren erneut hinsichtlich ihrer interkulturellen Öffnung.

Wien ist eine Stadt der Vielfalt. Laut Statistik Austria hat mittlerweile mehr als die Hälfte der Wiener Bevölkerung einen sogenannten Migrationshintergrund. Diese Realität war Ausgangspunkt für den Wiener Integrationsindex 2020, initiiert von den Neuen Österreichischen Organisationen. Mit der Ausgabe 2026 wird das Projekt neu aufgelegt und inhaltlich weiterentwickelt. Organisationen, die bereits 2020 bewertet wurden, werden erneut evaluiert, um sichtbar zu machen, ob in den vergangenen fünf Jahren konkrete Schritte zur interkulturellen Öffnung gesetzt wurden.

Teilhabe statt PR
Der Integrationsindex 2020 zeigte deutlich: Menschen mit Migrationsgeschichte sind insbesondere in Führungs- und Entscheidungspositionen stark unterrepräsentiert. Nach der Veröffentlichung wurden den Organisationen konkrete Maßnahmen und Empfehlungen übermittelt. Der Wiener Integrationsindex 2026 ermöglicht erstmals einen Vergleich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Er zeigt, wo Fortschritte erzielt wurden – und wo strukturelle Diskriminierung weiterhin besteht.Dino Schosche, Sprecher der Neuen Österreichischen Organisationen: „Solange Teilhabe verhindert wird, bleibt Integration ein leeres Versprechen. Der Wiener Integrationsindex 2026 ist kein Ranking aus Neugier, sondern ein Instrument demokratischer Verantwortung. Fakt ist: Organisationen müssen Abbild der Gesellschaft werden – alles andere ist strukturelle Ausgrenzung, im Kern Rassismus. Mit dem Wiener Integrationsindex geben wir Migrant:innen erstmals ein konkretes Instrument, das Gleichberechtigung messbar macht – jenseits von Imagekampagnen und wohlklingender Pressearbeit einzelner Institutionen.“

Die Ergebnisse des Wiener Integrationsindex 2026 werden öffentlich präsentiert und veröffentlicht. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und eine faktenbasierte Diskussion über Teilhabe, Gleichberechtigung und Verantwortung in Wien zu ermöglichen.

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